"Unser internationales Aushängeschild"

Trotz Corona­-Pandemie können Leichtathletik­-Fans mit dem INIT INDOOR MEETING in Karlsruhe wie­ der Spitzensport erleben. Bei der traditionsreichen Veranstaltung dürfen dann corona­bedingt aber leider nur 500 Zuschauerinnen und Zuschauer den Top­-Athleten zujubeln. Dennoch freuen sich Meeting-Direktor Martin Wacker und Sport­-Direktor Alain Blondel auf die 38. Auflage, wie sie im Interview mit Harald Linder sagen.

Das INIT INDOOR MEETING fin­det trotz Pandemie erneut statt und dieses Mal sogar mit einigen hundert Zuschauern. Wie ist das zustande gekommen?

Martin Wacker: Wir waren letztes Jahr diejenigen, die im Hallenleichtathletik­-Business in der Pandemie mit das stärkste Zeichen gesetzt und gezeigt haben, dass so etwas möglich ist. Und dies unter noch schwierigeren Bedin­gungen als heute, denn da gab es noch gar keine Impfung. Wir hatten die große Herausforderung, in einem beispiellosen Verfahren die unter­ schiedlichen "Blasen" herzustellen, damit ja keiner mit dem anderen ir­gendwo in Kontakt kommt. Das ist uns gelungen und darauf können wir heute aufbauen.

Und wie sieht es in diesem Jahr aus?

Martin Wacker: In diesem Jahr ist durch die Impfung alles etwas einfacher. Dennoch gelten die höchsten Hygiene­ und Sicherheitsvorkehrun­gen. Aber wir sind geübt. Nicht nur beim Meeting. Wir haben im letzten Jahr trotz Pandemie mit DAS FEST nur eine Großveranstaltung absagen müssen. Alles andere haben wir in Karlsruhe durch durchdachte Konzepte, starke Partner und kluges Handeln hinbekommen. So gehen wir auch das Jahr 2022 an und freuen uns auf das INIT INDOOR MEETIING und da­rauf, dass wir auch wieder Zuschauer begrüßen dürfen.

Im gewissen Maße dürften auch Athleten mittlerweile geübt sein, nimmt man die Spiele in To­kio mal als Beispiel. Gab es da schon entsprechende Gesprä­che und gibt es bei einigen Be­denken, an den Start zu gehen?

Alain Blondel: Der größte Teil der Ath­leten ist im Umgang mit der Pandemie mittlerweile tatsächlich geübt. Sie ha­ben ein ganzes Jahr hinter sich, in dem sie es mit den verschiedenen Regeln zu tun hatten. Zudem haben sie, da bin ich mir sicher, im letzten Jahr bei uns auch gesehen, dass ein professio­nelles Handeln die Ansteckungsge­fahr deutlich verringert. So gab es 2021 bei uns keine Ansteckungen und Corona-­Fälle zu verzeichnen. Dies schafft gegenseitiges Vertrauen und gibt uns allen die Möglichkeit, unse­ren Sport trotz der schwierigen Rahmenbedingungen auszuüben.

Eine dieser notwendigen Maß­nahmen ist die Impfung. Wie sieht es da aus?

Martin Wacker: Die Voraussetzung ist, dass alle Athleten geimpft sind. Jeder und jede, seien es die Athleten oder Helfer, die in die Halle kommen, wer­ den immer tagesaktuell getestet. Und sollte ein Athlet ankommen, der nicht geimpft oder genesen ist, wird er oder sie an der Veranstaltung nicht teilnehmen. Das haben wir ganz klar kom­muniziert.

Das Meeting ist eine Traditions­veranstaltung, die seit 1985 ununterbrochen stattfindet, auch wenn sie schon einige Male auf der Kippe stand. Welche Bedeu­tung hat dieses Meeting für die­se Stadt Karlsruhe?

Martin Wacker: Das Meeting ist die Veranstaltung, die immer stattgefunden hat. Egal wie hart die Bedingun­gen waren. Als wir beispielsweise plötzlich keine Halle mehr hatten und das Meeting nur mit einem irrsinnigen Kraftakt veranstalten konnten. Dann kam die Pandemie über uns und wir mussten wieder Ideen entwickeln, um weiterzumachen. Das ist uns gelun­gen, weil vor allem die Politik immer hinter uns stand. Das ist der entschei­dende Punkt.

Wie hat sich das gezeigt?

Martin Wacker: Als es 2015 nach der Schließung der Europahalle darum ging, die Bahn aus Göteborg zu kauf­en und sie in einer der Messehallen zu installieren, haben wir von 48 Stadt­räten 48 Ja-­Stimmen bekommen. Wir wissen diese Unterstützung sehr zu schätzen, denn sie unterstreicht die Bedeutung des Meetings als unser in­ternationales Aushängeschild. Dem wollen wir auch was die Teilnehmerin­nen und Teilnehmer betrifft, gerecht werden.

Da sieht es mit den Olympiasie­ gerinnen Mihambo, Lasitskene und dem Olympiasieger Du­plantis ganz gut aus. Wie be­kommt man mit einem relativ kleinem Budget solche Starter­felder hin?

Alain Blondel (lacht): Das hat mit mei­nem persönlichen Charme zu tun! Nein, aber es hat vor allem etwas mit dem Ruf des Meetings zu tun. So haben im vergangenen Jahr alle auf uns geschaut, ob und wie wir das hinbe­kommen. Das hat funktioniert und das spricht sich auch bei den Athleten rum. Karlsruhe ist für viele ein Mee­ting, bei dem man einfach dabei sein sollte. Es ist vermutlich dieser Ruf, der Lasitskene oder auch Duplantis be­wegt haben, in diesem Jahr in Karls­ruhe an den Start zu gehen. Zudem fühlen sich die Athleten bei uns ein­fach wohl, weil sie entsprechend empfangen und betreut werden.

Mit der Firma INIT hat das Mee­ting mittlerweile einen Titel­sponsor. Wie wichtig ist das für den Weiterbestand?

Martin Wacker: Das Meeting ist ja Teil der Athetics World Indoor Tour Gold. Diese Meetings werden weltweit in über 70 Länder übertragen. Die Firma INIT, die übrigens schon seit 2015 als Sponsor beim Meeting dabei ist, ist ei­ne Firma, die weltweit tätig ist und von daher ist das Meeting auch für INIT eine großartige Werbeplattform. Und für uns ist das Titelsponsoring ei­ne großartige Unterstützung, um den Fans hier weiter Top­-Leichtathletik bieten zu können. Von daher ein ganz großer Dank an INIT für diese Unter­stützung.

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